Das Projekt

Die Berufsausbildung hat in allen EU-Mitgliedsstaaten hohe Priorität: 
Die R.APP-Projektpartner kommen aus fünf EU-Ländern. Vier der Partnerländer (IT, RO, MT, EL) haben eine ähnliche Situation, was die berufliche Bildung angeht: die Einführung des dualen Systems ist nur minimal fortgeschritten. In Deutschland hat das duale System ein sehr gutes Standing. 

Obwohl die Vorschriften und Systeme noch relativ neu sind, leiden die Berufsbildungssysteme unter einem kulturellen Erbe, das die Effektivität, die Steuerung der Ausbildung und die Wahrnehmung des Themas bei den Arbeitgebern beeinflusst.

Überall gilt es, Widerstände zu überwinden. Diese können aus einem Mangel an Informationen und fehlendem Problembewusstsein entstehen, ebenso wie aus bürokratischen Verfahren, aus der mangelnden Kohärenz zwischen nötigem Fachkenntnissen und den verfügbaren didaktischen Programmen. Auch das Fehlen einer Ausbildungskultur, die Schwierigkeit, geeignete Lehrlinge zu finden und aus die unzureichende Vorbereitung betriebsinterner Tutoren können Hindernisse darstellen.

Das R.APP-Projekt stellt eine Antwort auf die oben genannten Probleme dar und verfolgt die hier aufgelisteten Ziele:

– Training von Tutoren in Berufsbildungseinrichtungen und Schulen, die entsprechende Fähigkeiten erwerben oder verbessern wollen, um Ausbildungsprogramme zu planen und zu managen

– Training von Tutoren in Unternehmen, die Kompetenzen in Bezug auf die Gesetzgebung, die Verwaltung und die Einstellung von Auszubildenden erwerben wollen;

– Unterstützung bei der Einführung von Qualitätssicherungsverfahren, um das Ansehen der Ausbildung bei den Interessengruppen in der beruflichen Bildung zu erhöhen;

– Mithilfe bei der Erweiterung eines EU-weiten Mobilitätsraums für die betriebliche Ausbildung mit transparenten Qualifikationssystemen, die den Transfer und die Gewinnung von Lernergebnissen unterstützen und es jungen Auszubildenden ermöglichen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und ihre Beschäftigungsperspektiven zu verbessern.

Die wichtigsten angestrebten Ergebnisse des R.APP-Projekts sind:

O1-R.APP Didaktischer Leitfaden für das Training von Tutoren der beruflichen Bildung

O2-R.APP Richtlinien für das Training von Tutoren in der beruflichen Bildung

O3-R.APP Handbuch für ausbildende Mitarbeiter in Unternehmen

O4-R.APP Handbuch zur Mobilität von Auszubildenden für Berufsbildungspersonal an Schulen und Unternehmen

R.APP soll eine nachhaltige Wirkung haben auf:

– Direkte Teilnehmende am Projekt: R.APP wird konkrete Kompetenzen fördern, wie man Ausbildungswege richtig plant und steuert, wie man Auszubildende während der betrieblichen Ausbildung bewertet und wie man die Motivation der Unternehmen zur Übernahme von Auszubildenden fördert;

– Partnerorganisationen: Mit dem Projekt erhalten sie einen innovativen Ansatz für die Planung und das Management flexibler Ausbildungswege sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene;

– Weitere Interessengruppen: Dies können Arbeitsmarktbehörden, Politiker und politische Entscheidungsträger auf regionaler, nationaler und EU-Ebene sowie Arbeitsmarktorganisationen, Handelskammern und Sozialpartner sein. Sie alle werden den innovativen und flexiblen Ansatz des R.APP-Modells wirkungsvoll umsetzen.